Donker Media

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Sogar in paläolithischen Höhlenmalereien finden wir Versuche, die Bewegung in einer stillstehenden Zeichnung einzufangen. Hier finden wir Tiere, die mit mehreren Beinen in verschiedenen Positionen dargestellt wurden, was wohl bildhaft den Eindruck von Bewegung erklären soll.

Das Schattenspiel wurde in Asien erfunden und kam vor etwa zweihundert Jahren nach Europa. Nach und nach und über die letzten 200 Jahr haben erfinderische Menschen das Wachstum der Technologie ausgenutzt, um Animationen zu erstellen und damit Leute zu amüsieren. Reine Unterhaltung war zu dieser Zeit die erste und einzige Existenzberechtigung für Animationen.

Immer wieder auf verschiedene Arten und Weisen versuchte man, stille Bilder zu animieren, aber ohne die Entwicklung einer Filmkamera und einem Projektionssystem waren diese Versuche nicht sehr populär und dadurch auch nicht sehr dauerhaft. Heutzutage sind diese Geräte nur noch eine Kuriosität. Was man brauchte, war die Erfindung der „Kodak“ Filmkamera und Film, welche im Jahr 1888 zum Verkauf angeboten wurde. Und so “Fantasmagorie” von Emile Cohn war der erste Zeichentrickfilm auf Film im Jahr 1908.

Aber erst in den 1930er Jahren kreierte Walt Disney Studios mit einer Schar von Zeichnern den ersten Zeichentrickfilm in einer vollen Länge von 87 Minuten – „Schneewittchen und die sieben Zwerge“. Das war der Anfang des goldenen Zeitalters der handgezeichneten Animation. Lange vor der Erfindung des Computers benutzen Animatoren Handzeichnungen, um ihre animierten Charaktere zu erstellen. Das war eine mühsame Aufgabe, man musste jede Zeichnung genau verfolgen, um eine Animationssequenz zu schaffen.

Überraschenderweise hat die Geschichte der Computeranimation bereits in den 1940er und 1950er Jahren begonnen, als Wissenschaftler wie John Whitney anfingen, mit Computergrafik zu experimentieren, und als Computer weiter digitale verbreitet wurden in den folgenden Jahrzehnten, sahen innovative Denker und Künstler neue Wege für innovative Computergrafiken.

Ursprünglich war der Einsatz hauptsächlich für wissenschaftliche, technische und andere Forschungszwecke. Künstlerische Experimente mit Computeranimation begann schon in den 1960ern, und die Mitte der 1970er Jahre sah man schon Computeranimation in den öffentlichen Medien, im Fernsehen und in Filmen. Meistens war das mit zweidimensionalen Bildern, aber da Computer immer leistungsfähiger und schneller wurden, wurden die ersten dreidimensionalen, realistischen Animationen endlich möglich. In den späten Achtzigerjahren begann fotorealistisches 3D in Filmen zu erscheinen, und in der Mitte der neunziger Jahre wurden die ersten 3D Animationen für ganz Spielfilme verwendet, angefangen mit Toy Story in 1995 von Pixar Animation Studios unter dem Walt Disney Banner.

Die traditionelle, gezeichnete Animation ist bis heute noch eine überaus wichtige Form der Animation und wächst mit neuen Animateuren, die jedes Jahr in die Branche eintreten. Computeranimation ist nicht als Ersatz für traditionelle, von Hand gezeichnete Charaktere gedacht, sondern wird eher als ein weiteres Werkzeug in der Trickkiste eines Animateurs angesehen. Beider Arten der Animation haben eine wichtige Rolle, zusammen mit seinen einzigartigen Vor- und Nachteilen. Aber am Ende ist ein Werkzeug nur so gut wie die Person, die dazu ausgebildet ist das Werkzeug zu benutzen, und das gilt auch für Computeranimation. Damit diese versatile Technologie ihr volles Potenzial entfalten kann, sind die natürlichen kreativen Fähigkeiten sowie die erlernten Fähigkeiten des Animateurs ein sehr wichtiger Ausgangspunkt.

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